Service
Aktivitäten
Über uns
Lehrlingsinitiative
News
Homepage Events
Kreativ-Frühstück
Kreativ-Frühstück
© Josef Schuster

Kreativ-Frühstück

Wer definiert im kreativen Prozess das Ende? Ist es die Deadline, die Zeichenanzahl, die Willkür, der Kunde? Das Ende – […]

Wer definiert im kreativen Prozess das Ende? Ist es die Deadline, die Zeichenanzahl, die Willkür, der Kunde?

Das Ende – oder besser die Vollendung – eines „Werks“ haben nicht nur einen massiven Einfluss auf dessen Rezeption sondern auch auf dessen Wirtschaftlichkeit. Darüber sprach Alexandra Fiedler-Lehmann beim Kreativ-Frühstück der Fachgruppe Werbung Wien im April mit der Jazzsängerin, Komponistin und Pianistin Katrin Weber und der Texterin und Autorin Felicitas Prokopetz . Im Café Edison, dem langjährigen Host des Kreativ-Frühstücks, machten es sich mehr als 30 Mitglieder der Fachgruppe Werbung Wien bequem und genossen das Frühstück. Wir sprachen über Technik, Perfektionismus und harte Entscheidungen. Und natürlich übers „Loslassenkönnen“.

Felicitas Prokopetz, die erst kürzlich ihren ersten Roman „Wir sitzen im Dickicht und weinen“ veröffentlicht hat, erzählte von dem sehr langen Prozess: Von der Entscheidung einen Roman zu schreiben bis zu seiner tatsächlichen „Materialisierung“ als Buch dauerte es an die drei Jahre. „Fertig“ fühlte sich das Projekt aber bereits an, als sie das Manuskript beendet hätte. Als Werbetexterin falle ihr die Fertigstellung eines Auftrages nicht schwer. Man könne sie auch mitten in der Nacht aufwecken und ihr würden die passenden Sätze einfallen. (die Moderatorin, ebenfalls Texterin, verblasste vor Neid…)

Katrin Weber, deren aktuelle CD „Trieb heißt„, betonte, dass das Ende eines Musikstückes – zumindest auf dem Papier – nicht schwer zu finden sei. Live auf der Bühne veränderten sich die Stücke allerdings. Insofern sei man eigentlich nie wirklich fertig damit. Ihr Werk verändere sich auch, je nachdem wer es mit ihr gemeinsam performe. Die Frühstücksgäste brachten sich sehr aktiv in die Diskussion ein. Offenbar arbeiten viele WerberInnen auch künstlerisch. Da sei der Moment der Vollendung eines Werkes nicht ganz so eindeutig. Im kommerziellen Bereich dagegen wären die eigenen Ansprüche oft höher als jene der KundInnen. Da falle es vor allem den erfahrenen KommunikatorInnen nicht schwer, zu einem ökonomischen Ende zu finden.

Loslassen und Beurteilung

Felicitas Prokopetz berichtete, dass man sie beim Studium auf vieles, nicht aber auf die Reaktionen des Publikums vorbereitet hätte. Sie habe allerdings in den vielen gemeinsamen Schreibsessions, bei denen die angehenden AutorInnen einander ihre Werke vortrugen, gelernt, dass diese völlig unterschiedlich wahrgenommen würden. Das habe sie gelehrt, dass man die Beurteilung seines Werkes keinesfalls persönlich nehmen dürfe. Leichter gesagt als getan – das kollektive Seufzen im Edison war deutlich zu hören😊Wünsche nach einer objektiveren, weniger geschmäcklerischen Beurteilung der Arbeit wurden laut. Im künstlerischen Bereich gehe es vor allem auch um den persönlichen Ausdruck, den Entstehungsprozess. Kommerzieller Erfolg sei kein adäquates Bewertungskriterium. Schon gar nicht, wenn man Jazzmusik mache, so Katrin Weber, die mit ihrer sehr kleinen Nische der Jazzfans sehr gut leben kann. Allerdings sei klar, dass sie einen Brotberuf (Gesangslehrerin)haben müsse, um sich die Kunst zu leisten.  Eine schöne Idee gab uns die gelernte Schauspielerin Barbara Stieff mit auf den Weg: Um gute kreative Arbeit abzugeben, müsse man sein Herz öffnen. Wenn diese aber geleistet sei, müsse man es wieder verschließen. Dann könne man auch mit negativem Feedback auf einer weniger persönlichen Ebene umgehen.​

Premiere beim Kreativ-Frühstück: Live-Impro-Perfomance

Zum Schluss las Felicitas Prokopetz eine Schlüsselstelle aus ihrem Buch. Was sie las, machte betroffen. „Wir sitzen im Dickicht und weinen“ ist stellenweise keine leichte Kost. Mit Leichtigkeit allerdings ging Katrin Weber ans Werk: Sie improvisierte gesanglich einen Absatz aus dem Text. Stimmgewaltig malte sie das Bild einer Kletterpflanze in den Raum – ein akustisches Bild, dass den WerberInnen noch lange in Erinnerungen bleiben wird.

Katrin Weber: Homepage
Felicitas Prokopetz: Homepage
Fotocredit: Josef Schuster

WKO Dunkel

Werbung Wien

06.05.2024

Das könnte Sie auch interessieren...

Nachbericht
Nachbericht: KI-Sichtbarkeit: Sichtbar sein, wo es wirklich zählt
© Jonny Gios / unsplash.com
Events
26.05.2026

Nachbericht: KI-Sichtbarkeit: Sichtbar sein, wo es wirklich zählt

Wie werden Unternehmen in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar? Dieser Frage widmete sich der Auftakt der von Leonard Höller initiierten vierteiligen Webinarreihe zum Thema „KI-Sichtbarkeit“ der Fachgruppe.

Mehr erfahren

Nachbericht
Nachbericht: Kreativfrühstück Midlife Creativity – Veränderung? Ja, können wir.
© sunlamahn.com
Events
10.02.2026

Nachbericht: Kreativfrühstück Midlife Creativity – Veränderung? Ja, können wir.

Am 30. Jänner trafen sich rund 30 Mitglieder der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation zu einem inspirierenden Morgen im Rahmen des Kreativfrühstücks im Café Edison.

Mehr erfahren

Nachbericht
Nachbericht: Kollegin KI bleibt im Büro – hybride Teams im Praxistest
© Leadersnet/D. Mikkelsen
Events
28.04.2026

Nachbericht: Kollegin KI bleibt im Büro – hybride Teams im Praxistest

Am 28. April 2026 verwandelte sich die legendäre Eden Bar in Wien wieder zum Netzwerk-Zentrum der heimischen Kommunikationsbranche. Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien startete in die nächste Runde ihrer exklusiven Business-Talk-Reihe Reden in der Eden. Stargast war diesmal der Digitalökonom, Keynotespeaker, Autor und AI Program Director bei der WU Executive Academy Martin Giesswein.

Mehr erfahren

Nachbericht
Nachbericht: Kreativfrühstück - Was sich die Werber:innen vom Christkind wünschen
© Daniela Ekl
Events
16.12.2025

Nachbericht: Kreativfrühstück - Was sich die Werber:innen vom Christkind wünschen

Zu Gast war der Obmann der Fachgruppe Werbung Lukas Fliszar.

Mehr erfahren

Start Up-Portrait: 23°
© Canva Studio | Pexels
Events
20.06.2017

Start Up-Portrait: 23°

23° – No data-science needed. Das Unternehmen wurde Anfang 2017 gegründet und verknüpft die Bereiche Kreativwirtschaft und Informations- und Kommunikationstechnologie. […]

Mehr erfahren

Start Up-Portrait: Storyclash
© Canva Studio | Pexels
Events
20.06.2017

Start Up-Portrait: Storyclash

Storyclash wurde 2015 von Andreas Gutzelnig und Philip Penner gegründet. Im Mai 2016 konnten renommierte Investoren wie Speedinvest, Michael Grabner […]

Mehr erfahren

Start Up-Portrait: SCRINUS
© Petra Spiola | scrinus
Events
20.06.2017

Start Up-Portrait: SCRINUS

Scrinus bietet Digital Signage und Big-Screen-Lösungen der nächsten Generation. Basierend auf dem Prinzip von IoT (Internet of Things), lassen sich […]

Mehr erfahren

Workshop: Lehrlinge gemeinsam ausbilden
© M ACCELERATOR | Unsplash
Events
18.01.2017

Workshop: Lehrlinge gemeinsam ausbilden

Beim freiwilligen Ausbildungsverbund wird Lehrlingen die Chance geboten, ihre Erfahrungen nicht nur in einem einzelnen Lehrbetrieb zu sammeln, sondern von […]

Mehr erfahren

Schreiben Sie uns.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

werbungwien@wkw.at

Kontakt